Berufsbildungsbericht 2018: Digitalisierung in der beruflichen Bildung

Jedes Jahr im April gibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung einen Berufsbildungsbericht heraus. Hier werden alle Entwicklungen am Ausbildungsmarkt beschrieben und die Maßnahmen erklärt, die von der Bundesregierung getroffen werden, um eine erfolgreiche Zukunft der beruflichen Bildung auf den Weg zu bringen. Ein Thema ist natürlich auch hier die Digitalisierung.

Insgesamt wird im Bericht eine positive Bilanz zur Berufsbildung in Deutschland gezogen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge leicht gestiegen. Im Bericht wird auch festgestellt, dass das Thema Digitalisierung nicht nur immer wichtiger wird, sondern inzwischen bereits Bestandteil vieler Ausbildungen ist. Mit einer gemeinsamen Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und dem Bundesinstitut für Berufsbildung, wird die Digitalisierung in der beruflichen Bildung weiter vorangetrieben.

Um die Auswirkungen der Digitalisierung auf die nötigen Fähigkeiten junger Menschen zu ermitteln, wurden einige Ausbildungsberufe ausgewählt. So soll frühzeitig erkannt werden, was in Zukunft in einer Ausbildung vermittelt werden muss, um den Anforderungen der digitalisierten Arbeitswelt gewachsen zu sein.

Die Initiative soll dabei Ideen für eine Weiterentwicklung verschiedener Berufe geben und gleichzeitig Einfluss auf die Entwicklung der betrieblichen Aus- und Weiterbildung nehmen.

Auch Ausbilderinnen und Ausbilder müssen die Möglichkeit bekommen ihre digitalen Kompetenzen auszubauen, um diese dann an die Auszubildenden weitergeben zu können.

Diese Initiative besteht aus drei Säulen, die eine Umsetzung der Maßnahme sicherstellen sollen. An erster Stelle steht die Analyse von Berufen, in denen digitalisierte Arbeitsschritte bereits bewährt sind. Die zweite Säule ist die IT- und Medienkompetenz als entscheidende Fähigkeit von Auszubildenden und damit verbunden die Frage, was Ausbilder und Ausbilderinnen vermitteln können müssen. In der dritten Säule werden Untersuchungen der Entwicklung von Branchen und Berufen vorgenommen, die besonders von der Digitalisierung betroffen sind. Auch hiermit wird ein Beitrag für die „Berufsbildung 4.0“ und die Vermittlung dafür notwendiger Fähigkeiten von Auszubildenden und Lehrkräften geleistet.

Neben dieser Aktion setzt die Bundesregierung sich für den verstärkten Einsatz digitaler Medien in der beruflichen Bildung ein. Mit dem Förderprogramm „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“ soll das Potenzial des Einsatzes digitaler Medien für den Bildungsbereich erschlossen werden.

Quelle:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (bmbf.de): Berufsbildungsbericht 2018

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