Mit Musik geht alles besser!

Beispielhaft wollen wir in dieser Ausgabe einen Blick in die Praxis der 

Musiktherapie in Pflegeeinrichtungen geben: Durch den gezielten Einsatz von Klängen und Musik wird das körperliche, geistige, soziale und emotionale Wohlergehen gefördert.

Die Musiktherapie findet in Pflegeeinrichtungen im Rahmen von Gruppenangeboten oder als Einzeltherapie am Bett Anwendung. Die Resonanz auf ein musiktherapeutisches Angebot wird individuell anders sein, z.B. durch alleiniges (Zu-)Hören, durch aktives Spielen eines Instruments, oder auch nur durch die unmittelbare Berührung des Klangkörpers mittels des Tastsinnes.

Mit Hilfe von Melodien,  Liedgut und Klängen werden bei den Bewohnern unterschiedliche Bereiche des Gehirns angesprochen.  Die Methoden der Musiktherapie führen besonders bei bereits dementiell veränderten Menschen zu erstaunlichen Erfolgen. Sie nehmen die erzeugten Atmosphären wahr. 

Durch ihnen bekannte Kinderlieder oder durch Volkslieder werden sie in ihrer Welt erreicht. – Diese sehr lange in ihrer Erinnerung verankerten Lieder stabilisieren sie. Durch Wiederholung und Rhythmus, Anfang und Ende des Liedes erfahren sie Sicherheit. (Stille und Nachklang ist ein bedeutendes Element hierbei.)

Beispiele für Instrumente sind die „Ocean-Drum“ (erzeugt ein Geräusch, das wie Meeresrauschen klingt), die „Klangschale“ (Wahrnehmung über Haut und Knochen bei Berührung) oder Rhythmusinstrumente aus Naturmaterialien (Tastsinn und auch visueller Reiz).

Musik und Rhythmus geben auch Impulse für die Bewegung und die Bewegungsfreude. So bieten sich „Tanzen gegen das Vergessen“ oder auch „Tanzen im Sitzen“ für weniger mobile Bewohner an.

Es gibt viele unterschiedliche Bereiche, die Musik einzusetzen. Das Wissen darum unterstützt auch die Arbeit der Altenpflegekräfte und dient auch der Stabilisierung der Bewohner. Für die  „Sturzprophylaxe“ z.B. bietet bereits die wiegende Oberkörperbewegung zum Walzertakt ein gutes Balance-Training.

Musiktherapeuten arbeiten gelegentlich fest in Pflegeeinrichtungen, häufig werden sie aber auch als externe Dienstleistung angefordert. So gibt es in größeren Städten auch das Angebot der „Musiktherapie auf Rädern“, die entsprechend des Bedarfs der Einrichtungen für bestimmte Zeiträume ihren Dienst anbietet.

Zurück
Zurück

Interview mit Herrn Plagge – 23.08.2017

Weiter
Weiter

Gespräch mit den Schülern,