Der Weihnachtsbaum

Schon seit langer Zeit besteht in Deutschland und der westlichen Welt die Tradition, zu Weihnachten eine Tanne zu fallen, im Wohnraum aufzustellen, zu schmücken und mit Kerzen zu beleuchten.

Woher kommt dieser Brauch?

Es gibt hier nicht den einen historische belegten Ursprung.

Schon in der Antike symbolisierten immergrüne Pflanzen in vielen Kulturen Lebenskraft, Schutz und Fruchtbarkeit. Schmückte man den Wohnraum mit ihnen, sollte damit ein gesundes Leben unterstützt werden.

In nordischen Ländern wurden im Winter Tannenzweige in die Häuser gehängt, um böse Geister fernzuhalten. Im ausgehenden Mittelalter vermischte sich Heidnisches mit Christlichem.

Eine erste Erwähnung für einen geschmückten Baum zur Weihnachtszeit wird einer Bäckerzunft Freiburgs im Jahr 1419 zu-geschrieben. Die Entwicklung von immergrünen Zweigen in der Wohnung bis zum dekorierten Tannenbaum findet also zuerst in Südwestdeutschland statt. 1570 tauchte der Brauch auch im Norden auf. Im Jahr 1730 wurden die Bäume dann erstmalig mit Kerzen geschmückt.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde der Brauch des geschmückten Weihnachtsbaums, oder Christbaums - wie er in einigen Regionen genannt wird, zu einem festen Bestandteil des Weihnachtsfests in Deutschland. Nach und nach verbreitete sich diese Tradition in ganz Europa und war gegen Ende des

19. Jahrhunderts auch in den USA populär - vor allem durch den Einfluss deutscher Auswanderer.

Heute verkörpert in Deutschland wohl kein anderes Symbol Weihnachten so sehr wie der Weihnachtsbaum. Viele Eltern erinnern sich an die glänzenden Augen ihrer Kinder, wenn sie an Heiligabend den erleuchteten Baum bestaunen. Der Duft von Tannennadeln gehört zum Weihnachtsfest wie das gemeinsame Essen und das Zusammensein mit seinen Liebsten.


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